Auszüge aus dem Vorschlag Albert Einsteins zur Wahl zum ordentlichen Mitglied der physikalisch-mathematischen Klasse der Preuischen Akademie der Wissenschaften.

Verfasst von Planck, unterschrieben weiterhin von Nernst, Rubens, E. Warburg

Berlin, 12. Juni 1913

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Zusammenfassend kann man sagen, da es unter den groen Problemen, an denen die moderne Physik so reich ist, kaum eines gibt, zu dem nicht Einstein in bemerkenswerter Weise Stellung genommen htte. Da er in seinen Spekulationen gelegentlich auch einmal ber das Ziel hinausgeschossen haben mag, wie z. B. in seiner Hypothese der Lichtquanten, wird man ihm nicht allzuschwer anrechnen drfen; denn ohne einmal ein Risiko zu wagen, lt sich auch in der exaktesten Naturwissenschaft keine wirkliche Neuerung einfhren.

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Die Unterzeichneten sind sich wohl bewut, da ihr Antrag, einen in noch so jugendlichem Alter stehenden Gelehrten als ordentliches Mitglied in die Akademie aufzunehmen, ein ungewhnlicher ist, sie meinen aber, da er sich nicht nur durch die ungewhnlichen Verhltnisse hinreichend begrnden lt, sondern da es das Interesse der Akademie direkt fordert, die sich darbietende Gelegenheit zur Erwerbung einer so auerordentlichen Kraft nach Mglichkeit zu nutzen.

Quelle: http://planck.bbaw.de/planckiana.php?dokument=120