Links-/Rechtslauf eines Motors mit zwei Tastern - und mit zwei Endlage-Tastern

Rechts-Linkslauf eines Motors mit zwei Tastern Stefan Falk (2011): Motorsteuerungen (1). In: ft-pedia, 2011, Heft 1, S. 4ff

Ohne Betätigung eines Tasters sind beide Anschlüsse des Motors über die Anschlüsse C und D mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Der Motor läuft also nicht. Wird der obere Taster (T1) gedrückt, dann wird ein Anschluss des Motors über den Weg A mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Der Motor läuft also - in eine Richtung, die wir „nach links“ nennen.
Wird stattdessen der untere Taster (T2)gedrückt, so wird der andere Anschluss des Motors über den Weg B mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Der Motor läuft also in die andere Richtung, also „nach rechts“.
Werden beide Taster gleichzeitig gedrückt, dann ist der Motor mit beiden Anschlüssen mit dem Minuspol der Batterie verbunden - und er läuft entsprechend nicht.

... mit Begrenzung durch zwei Endlage-Tastern Stefan Falk (2011): Motorsteuerungen (2). In: ft-pedia, 2011, Heft 2, S. 19ff

Beispiel: Wenn eine Modelleisenbahn auf einem Stück Schiene nach links und rechts gesteuert werden soll, dann ist es sinnvoll, an jedem Ende des Gleises einen Taster zu monitieren. Bei dessen Betätigung soll der Strom unterbrochen werden. Allerdings soll die Lok der Eisenbahn wenn sie z.B. links angekommen ist, immer noch nach rechts fahren können - nur nicht weiter nach links.
Das gelingt, indem in die Wege A und B , die nur bei betätigem Taster eine Rolle spielen, die Endlagentaster eingebaut werden. Die Motordrehung in eine Richtung ist bei Betätigung eines Tasters nicht mehr möglich - sehr wohl aber steht der andere Weg weiterhin zur Verfügung.
Zwischen den Steuerung und dem Gerät, hier also dem Stück Gleis mit der darauf befindlichen Lok, müssen insgesamt fünf Leitungen verlegt werden.

... und mit Kurzschlussbremse Stefan Falk (2011): Motorsteuerungen (2). In: ft-pedia, 2011, Heft 2, S. 19ff

Wenn der Motor nicht auslaufen sondern auch gebremst werden soll, dann bietet sich die Kurzschlussbremse an: Nach Abschalten des Stroms fährt die Lok aufgrund ihres Schwungs und ihrer Trägheit noch ein Stück weiter. Dabei dreht die Lok den Motor und er wirkt als Generator. Werden nun die Anschlüsse des Motors miteinander verbunden, also „kurzgeschlossen“, dann erzeugt der Generator einen elektrischen Strom großer Stärke - der wiederum im Innern des Motors ein Magnetfeld erzeugt, das der Drehung des Motors entgegenwirkt (Regel von Lenz).
Die technische Umsetzung ist recht einfach: Die freien Anschlüsse der Taster TA und TB werden mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Dann sind bei Betätigung eines Tasters beide Anschlüsse des Motors mit dem Minuspol der Batterie verbunden - also insbesondere miteinander verbunden, also kurzgeschlossen.
(Die Kurzschlussbremse ist also eine elektrische und keine mechanische Bremse. Sie kommt ohne mechanische Reibung aus und ist daher verschleißarm.)